Sad, true Story (part 2)

So, ich mach direkt weiter und werde ein wenig zur Person erzählen, für die ich hingefahren bin und wie es mit ihr lief und den Grund, warum ich jetzt irgendwie traurig bin.. Also - an sich lief es ganz gut zwischen uns, wir haben uns im Prinzip prima verstanden.. Für mich war es nur einfach problematisch, dass eigentlich immer irgendwelche anderen Personen dabei waren, die ich allesamt noch viel weniger kannte als sie - ich weiß nicht, ob sie das verstanden hat, gesagt hab ichs ihr nicht, käme vielleicht etwas bescheuert. So hatte ich echt meine Momente, wo ich mir wünschte, zuhause zu sein, weil ich mir einfach so überflüssig vorkam, ich weiß es nicht.. Ihr gegenüber hab ich das nie so dargelegt, meine Schweigsamkeit eher mit Müdigkeit oder Kopfschmerzen begründet.. Ich hab in gewissen (schweigsamen) Momenten einfach so eine Art schlechtes Gewissen ihr gegenüber bekommen, weil sie glaube ich etwas anderes erwartet hatte. Dann saßen wir in einer Runde von einigen Personen zusammen und redeten über Themen, zu denen ich ganz einfach nichts sagen konnte, wie eben schon erwähnt.. Dann schaut sie an mit diesem fragenden Blick und ich kann unter diesem Erwartungsdruck und unter Aufsicht von einigen mir völlig unbekannter Augenpaare nichts (persönliches) sagen.. Klingt jetzt alles vielleicht weniger dramatisch, als es war, aber mich hats echt irgendwie fertig gemacht.. Ich will jetzt mal zu ihrer Person kommen und damit zum Grund meiner Laune.. Sie ist einfach ein absolut bewundernswerter Mensch. Wenn ich mit ihr allein war, hab ich mich immer total wohl gefühlt, obwohl wir uns vorher noch nie wirklich gesehen haben.. Bei ihr hat man einfach den Eindruck, dass man ihr etwas bedeutet und sie sich für einen und sein Befinden interessiert.. Wir haben auch Zeit zu zweit verbracht und diese Momente mit ihr waren derbe wertvoll.. Oftmals haben wir gar nicht soviel geredet, sondern einfach nur da gelegen und uns umarmt / gekuschelt, aber es war halt einfach so wohltuend, sie bei mir zu haben / spüren, dass sie bei mir ist.. Es war halt einfach total schön mit ihr.. Die Nächte.. neben ihr zu liegen, sie im Arm zu halten und am Morgen neben ihr aufzuwachen.. Übers Kuscheln hinweg lief zwar nichts, also keine Küsse auf den Mund ("nur" Hals, Arme, Hände..), aber als störend empfand ich das auch nicht, da ich es auch absolut nicht erwartet oder mir erhofft hatte.. Ich glaube auch der Hintergedanke der Entfernung zwischen uns spielte vielleicht eine gewisse Rolle.. Bei Liebe auf den ersten Blick spielt dieser Faktor wohl keine Rolle, aber wenn es so läuft, dann irgendwo schon, wenn auch nur unbewusst.. Ich mein ich vermisse sie jetzt schon schmerzhaft, obwohl nichts lief, wie wäre es dann jetzt, wenn was gelaufen wäre, wir womöglich zusammen wären und jetzt eine Fernbeziehung hätten!? Nicht auszuhalten wahrscheinlich.. Problem bei der Sache ist, dass der Gedanke einer Beziehung mit ihr mir absolut zusagt.. Auch wenn der Abschied irgendwie relativ "kühl" ausfiel, weil wir auch nicht soviel Zeit hatten und natürlich die Freundin wie immer dabei war, kamen mir im Zug danach unvermittelt die Tränen.. Und dies könnte man in dem Moment irgendwo so deuten, dass ich mich unglücklich verliebt habe.. Vielleicht muss man es so deuten, ich weiß es nicht.. Vielleicht muss man es so deuten, weil ich seit einer halben Stunde nur noch am Weinen bin, weil ich an sie denke und über sie schreibe.. Ich komm mir echt lächerlich vor, ich glaub ich hab mich in dieser Zeit bei ihr nicht wirklich so verhalten, als wäre ich verliebt in sie, aber wie denn auch, unter normalen Umständen kann Liebe auch nicht so schnell entstehen, außer halt nach dem Motto Liebe auf den ersten Blick. Und sich innerhalb von drei Tagen in eine Person verlieben, klar geht das, aber hab ich das? Ich weiß es nicht, bin grad halt mal wieder in so einer emotionalen Phase, wo ich alles anzweifel und mir über alles einen Kopf mache.. Vielleicht denke ich morgen schon komplett anders darüber.. Ist doch auch schwachsinnig, sie wohnt in Gießen, verdammt weit weg.. Fakt ist, dass sie äußerlich und charakterlich absolut meinen Vorstellungen einer perfekten Freundin entspricht.. Fakt ist zudem, dass sie absolut unerreichbar ist für mich.. Abgesehen von der Entfernung glaube ich auch nicht, dass sie irgendwie Gefühle für mich hat, die in die Richtung gehen.. Meiner Gefühle bin ich mir auch nicht wirklich klar, von daher ist das ganze sowieso irgendwie irrsinnig, aber was solls.. So ist die Liebe- sorgt für (Gefühls)Chaos.. Aber wenn ich daran denke, dass ich gleich allein schlafe ohne sie an meiner Seite, muss ich nur noch mehr weinen.. Was soll ich denn tun, verdammt? Ich werd sie wohl frühestens im Sommer wiedersehen.. Ich kann mich nicht in sie verliebt haben, ich darf es nicht.. Wenn ich ihr das sage, wird sie es mir a) nicht glauben b) mir gleich sämtliche Hoffnungen nehmen und c) die Freundschaft beenden. Was heißt Hoffnungen.. Eine Fernbeziehung sagt mir nicht so recht zu irgendwie.. Aber mit ihr würd ich sogar das tun.. Sie ist einfach zu einzigartig / besonders.. So wie ich rede, müsste man denken, ich bin absolut verliebt in sie.. Dessen bin ich mir aber nicht wirklich sicher.. Ich bin mir gar nichts mehr sicher.. Wenn sich irgendjemand mein Geschwafel bis hierher angetan hat - danke, gutes Durchhaltevermögen! Ich sollte wohl mal Schluss machen.. Vielleicht denke ich morgen anders über die Situation - ich werde es niederschreiben..

Teil 2 ist zuende, ich werde jetzt schlafen gehn.. Vielleicht nehme ich meinen iPod mit, höre traurige Musik und schenke meinem Kissen ein wenig salzige Flüssigkeit.. In dem Sinne - Gute Nacht!

5.4.07 00:46

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